So schreibe ich einen guten Text

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Sie wollen für Ihre Firmenzeitschrift oder Ihren Corporate Blog schreiben. Ein Thema haben Sie – aber keine Ahnung, wie daraus ein Text entstehen soll?

Wer mit dem Schreiben sein Geld verdient, weiß meist, wie er einen lesenswerten, informativen Text schreibt, der gerne und oft gelesen wird. Wer aber mit dem kreativen Schreiben kaum Erfahrung hat, ist da schnell überfordert. Das Ergebnis sind  – zum Leid der Leser – oft Textungetüme: schwer verständlich, langweilig, überflüssig. Und im schlimmsten Fall zusammengeklaut (Zitieren anderer Quellen ist erlaubt, sofern der Urheber angegeben wird. Das Kopieren ganzer Textpassagen hingegen verstößt gegen das Urheberrecht. Und das kann Ärger geben.)

Wie schaffe ich es also einen guten Text zu schreiben? Fangen wir von vorne an. Was einen guten Text ausmacht, lässt sich pauschal schon nicht beantworten. Das hängt vom Blickwinkel ab: Für wen schreibe ich? Was will ich mit dem Stück erreichen? Von einem Politikjournalisten erwarten wir natürlich etwas ganz anderes als von einem Werbetexter. Logisch. Deswegen sollten Sie sich zunächst ein paar grundlegende Gedanken machen: Wer sind meine Leser und was sind ihre Erwartungen an meinen Text? Und was will ich mit meinem Text erreichen? Davon hängt schließlich ab, wie Sie den Aufbau und auch die Sprache gestalten: Duzen, Siezen oder keine direkte Anrede der Leser? Fachtermini – ja oder nein?

Wichtige Schritte: Konzept und Recherche

Wenn diese grundlegenden Sachen geklärt sind, geht es an das Konzept. Ja, richtig, Konzept! Denn einfach drauf los schreiben ist nicht. Machen Sie sich wenigstens stichwortartig bewusst, welche Story Sie erzählen wollen. Journalisten machen das übrigens genauso: Sie überlegen sich in wenigen Sätzen, was die Quintessenz ihres Artikels sein soll – kurz, knackig, ansprechend. Das hat zwei große Vorteile: Sie machen sich den roten Faden bewusst und können gezielter recherchieren. Und zweitens kann man dieses Kurz-Konzept später oft als Einleitung/Teaser übernehmen.

Die Konzept-Phase sollte man auch nutzen, um zu überlegen, wie die Perspektive des Artikels sein soll. Geht es um Ihre persönliche Erfahrung (Ich-Form) oder schreiben Sie als neutraler Beobachter? Das sind zwei der gängigsten Blickwinkel. Wenn Sie eine gute Idee haben, können Sie dieses Muster auch mal durchbrechen und zum Beispiel aus der Sicht eines betroffenen Gegenstandes eine Geschichte erzählen. Dafür kan eine Stadt, Ihr PC, ein Programm oder auch ein Gebäude personifiziert werden. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Es sollte nur zur Story passen.

Brian A Jackson shutterstock

Sie kennen Ihre Zielgruppe und wissen, worüber Sie aus welcher Perspektive schreiben wollen? Wunderbar! Sie sind auf dem besten Weg. Jetzt geht es an die Recherche. Je nachdem, worüber Sie schreiben, brauchen Sie noch Infos – über dasThema und neueste Entwicklungen. Meine Journalistikdozentin hat uns während des Studiums immer jede Menge Links ans Herz gelegt, mit Hilfe derer man angeblich schnell und effizient recherchieren kann. Beim Ausprobieren aber haben wir schon als Studenten immer dasselbe festgestellt: Google findet am schnellsten, wonach man sucht. Für eine erste Grundlagenrecherche ist das große G also eine gute Wahl – ob Sie einen Experten für ein bestimmtes Thema suchen, aktuelle Artikel oder erst einmal nur Hintergrundinformationen sammeln wollen. Hauptsache, Sie stellen IhrenText auf ein gutes, inhaltliches Fundament.  (Weitere Möglichkeiten und Ideen für die Online-Recherche gibt es demnächst in meinem Blog).

Immer an die Leser denken!

Das Futter für Ihren Text ist da, jetzt geht’s ans Schreiben. Vielleicht haben Sie Glück und während der Recherche hat sich vor Ihrem geistigen Auge bereits ein Bild von Ihrem Text entwickelt: Sie haben  eine genaue Vorstellung, wie Sie einsteigen und den ganzen Artikel aufziehen wollen. Glückwunsch! Falls das nicht auf dich zutrifft, sitzen Sie wahrscheinlich gerade vor einem leeren Word-Dokument und denken über die ersten Sätze nach. Sie tippen ein paar Wörter ein, löschen sie wieder, tippen, löschen… Das ist ganz normal, das passiert auch gestandenen Profis. Mir hilft es, wenn ich meine Recherche-Ergebnisse in das Dokument einfüge – Zitate, Hintergrundinformationen, Interviews, usw. Die können Sie dann wie einzelne Bausteine umstellen und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenfügen und so den Aufbau deines Textes vorgeben. Ob die umgekehrte Pyramide oder das Klammer-Prinzip – vielleicht inspiriert es Sie auch zu sehen, welche Formen des Textaufbaus unter Journalisten beliebt sind.

Egal für welchen Aufbau Sie sich entscheiden: Unterteilen Sie Ihren Text unbedingt in sinnvolle Absätze und verpasse dem Text am Ende ansprechende Zwischenüberschriften (im Abstand von zwei bis vier Absätzen). Dank der Gliederung sollte das Schreiben jetzt schon leichter fallen.

Und nicht vergessen: Denken Sie während des Schreibens immer wieder an Ihre Leser. Was erwarten sie von dem Text? Sind alle Formulierungen und Begriffe verständlich? Ist der rote Faden zu erkennen? Wenn Sie all diese Tipps und Tricks beherzigen, sollte aus der anfänglichen Idee nach und nach ein guter Text entstehen. Ein Text, der sinnvoll aufgebaut ist, die Zielgruppe anspricht und einen echten Mehrwert bietet. Also: Viel Freude am Schreiben!

Haben Ihnen meine Ideen aus der Schreibwerkstatt rund um’s kreative Schreiben gefallen? Oder haben Sie noch Anmerkungen, Ideen oder Tipps für mich? Schreiben Sie mir!

 Artikelbild: ollyy/shutterstock.com

 

 

In der digitalen Welt fühle ich mich Zuhause. Als Allrounder im Online-Marketing unterstütze ich meine Kunden dabei, ihre Ziele im Web zu erreichen, indem ich Webinhalte optimiere, mich der Suchmaschinenoptimierung widme oder AdWords & Social Ads Kampagnen aufbaue. In meiner Freizeit leite ich das Online-Magazin anbou.de und mache die Felder mit meinem Hund unsicher.

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